Trump – 3 and out

Trump ist noch nicht mal ganz auf den Elefanten aufgestiegen und trotzdem liegt der Porzellanladen bereits in Scherben. Mexiko, Pipeline-Bau, Waterboarding, puuuh! Ein solch kollektiver Blackout bei der Auswahl eines Kandidaten für das Amt des Präsidenten wie im vorliegenden Fall ist noch nie dagewesen … ok, falsch. 1933 gab es schon einmal so ein trübes Hirn, das es in ähnlicher Weise geschafft hat. Es wird spannend zu sehen sein, wie die beiden – der eine aktuell, der andere Gott sei Dank posthum – um den Titel des SchleFaZ (-> Schlechtester Führer aller Zeiten) rangeln werden. Ankotzen tut’s einen aber jetzt schon.

Mexiko, Pipeline-Bau, Waterboarding … im Football wäre das 3 and out!

Blaubeeren im Januar … in Deutschland

Warum muss man im Januar zum Preis von 77 Eurocent 100 gr. Blaubeeren aus Südamerika, verpackt in viel Plastik, konserviert mit viel Chemie, bei REWE kaufen können? (-> Für die mathematisch ungeschickt Gebildeten: 7,70 EUR das Kilo! Und für die geographisch-ökologisch ungeschickt Gebildeten: die Blaubeeren sind die im Schnitt 12.500 km nicht zu Fuß und im Kanu zu uns gekommen!) Die heimischen kosten hier im Spätsommer ca. 2 – 3 EUR pro Kilo. Man kann sie sofort essen, aber auch einfrieren, einmachen, einwecken, was auch immer. Und schmecken tun sie 1000fach besser.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind in Deutschland ein großes Thema. Aber wir benutzen FROSCH-Toilettenreiniger, um aus deutschen Toiletten chilenische Blaubeer-Kotreste aus der Keramik zu spülen. … Manchmal sollte man vielleicht über den Keramikrand herausgucken und mal einen Blick auf das große Ganze werfen. Sonst bleibt alles nur ein Witz.

„Putsch“ und Chaos in der Türkei

Jetzt auch noch gegen Lehrer, Radiostationen und wieder Journalisten … die Türkei geht nicht, sondern sie GALOPPIERT in Richtung moralische UND politische Steinzeit, angeführt von einem Narzissten, der nur geltungssüchtig ist und dem „sein Volk“ in Wahrheit nichts bedeutet. Sich mit dieser Politik des „Säuberns“ und „Reinigens“ – mit anderen Worten also mit Folter, Mord und Totschlag – hinter dem Islam zu verstecken, ist pure Blasphemie. Ob Allah, Gott, Buddah oder Manitou, Asyl dürfte Erdogan wohl nirgendwo erwarten. Religionskonform handeln geht anders. Mir ist keine Religion bekannt, die brutales und menschenverachtendes Verhalten predigt. Aber leider reichen Wirrköpfe wie Erdogan, die Religion für sich zu vereinnahmen und gegen die Menschen richten. Hatten wir auch schon, siehe „Heilige Inquisition“ und ähnliche Schandflecke. Sehr schade. Und gefährlich für uns alle, die wir einfach ein freies Leben führen wollen.

Der größte Türke von allen, der faszinierende Kemal Atatürk, wird sich gerade wie ein Kreisel im Grab umdrehen. Erdogan führt die Diktatur ein … und 52% machen mit (das 1000-jährige Reich lässt grüßen). Die restlichen 48% tun mir noch deutlich mehr leid als die 49%, die -sinnvollerweise – in England den Brexit nicht wollten. Leiden werden alle, aber in der Türkei wird das Leiden körper- und schauerlich.

Was ist los auf der Welt?

In der Türkei wird gerade „Der Untergang II“ als Realsatire inszeniert (wobei Bruno Ganz in der Hauptrolle – unter Beachtung aller rechtsstaatlichen Auflagen – durch Recep „Bruno“ Erdogan ersetzt wurde … R.I.P. now, Bruno Ganz), in den USA scheinen bei weiten Teilen der vor allem republikanisch orientierten Menschen alle Hirnzellen einem plötzlichen Lachanfall mit anschließendem Exodus zum Opfer gefallen zu sein, es wird weltweit geplündert, gemordet und gelyncht, in Amerkia fordern Schwarze völlig zu Recht „Black Life Matters“, Großbritannien ist wieder auf den Spuren des British Empire (Indian friends, beware .. they’ll be back!), inklusive Atom-U-Booten, und im (Achtung, jetzt kommt’s!) ZWEITEN DEUTSCHEN FERNSEHEN (öffentlich-rechtlich-nicht-schmuddelig-normalerweise) läuft eine Reportage, wo FRAU in Bildern (Video!) lernt, dass man die Harnröhre des Mannes ruhig ein wenig fester gegen den Schwellkörper drücken kann und das dann sehr erregen kann (liebe Grüße an Beate Uhse!) … und ich frage mich gerade ernsthaft: Wie hat man die ganze Erde in Dr. Emmett L. Brown’s DeLorean hineinbekommen und in welchem Jahrhundert befinde ich mich eigentlich gerade?

Bauer Banse

Ich bin in Solingen im Bergischen Land auf einem kleinen Bauernhof, den mein Vater im Voll- und später noch einige Zeit im Nebenerwerb betrieb, aufgewachsen. Wir hatten ein oder zwei Schweine, Hühner, Enten und zwei Kühe mit Namen Witte und Röschen. Die wurden gemolken, die Milch wurde aus dem Melkeimer durch ein Sieb in eine große Milchkanne gegossen und diese wurde zwecks Kühlung in ein mit Wasser gefülltes Becken gehängt, bis sie dann vom Molkereiwagen abgeholt wurde.

Die Milch schmeckte richtig lecker. Wenn man sie aufkochte und dann wieder erkalten ließ, bildete sich eine Haut mit einer Fettschicht – köstlich! (ich weiß, viele verziehen bei dieser Vorstellung angewidert das Gesicht, aber das war einfach lecker)

Dann wurden die Kühe – und auch die anderen Tiere – nach und nach abgeschafft und aus dem Nebenerwerbs- wurde ein Keinerwerbs-Bauernhof. Lediglich ein großer Garten blieb und ein paar Hühner. Milch wurde fortan im Geschäft gekauft. Das war so um 1970 herum. Die Erinnerung an den natürlichen Milchgeschmack verblasste mehr und mehr und mehr. Bis zum Jahr 2012!

Mittlerweile 17 Jahre in Hannover lebend hatte sich zu meiner Freude seit ca. 3 Jahren ein Bauernmarkt etabliert, der jeden Freitag auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes stattfindet. Es gibt dort Gemüsebauern, einen Bäcker, einen Rinderzüchter und -metzger, einen Schweinemetzger und diverse andere Anbieter. 2012 nun kam ein weiterer Marktwagen hinzu. „Bauer Banse“ stand da zu lesen und in der Auslage standen, soweit ich das sehen konnte, Milch, Buttermilch, Jogurt, Quark und Butter. Na toll. Warum sollte ich meine Milch nun auf dem Markt kaufen? Milch ist Milch, und die von Bärenmarke schmeckt doch ganz anständig. Auch der Jogurt von Müller ist nicht verkehrt. Und Kerrygold-Butter ist wirklich fein. Da ich meinen wöchentlichen Gemüsevorrat und meine Wurst- und Fleischvorräte – jedenfalls teilweise – auf dem Bauernmarkt kaufe, habe ich ohnehin genug zu tragen, da musste es ja jetzt nicht auch noch Milch sein.

Dann habe ich – zur Erdbeerzeit – neben frischen Erdbeeren eine Dose Jogurt bei Bauer Banse gekauft. Als ich den zu Hause probierte, staunte ich nicht schlecht. Der war richtig lecker! Daraufhin habe ich dann am nächsten Markttag zum Testen einmal die ganze Palette gekauft: Vollmiilch, Jogurt, Quark, Sahne, Butter. WOW. Superlecker. Zum ersten Mal seit der Aufgabe unseres kleinen Bauernhofes schmeckte die Milch wieder wie Milch. Es ist erstaunlich, wie sehr sich ein Geschmack im Gedächtnis einprägen kann. Lange hatte ich nicht mehr so was Leckeres gehabt. Die Milch ist besonders, wirklich. Sie ist zwar pasteurisiert (was in Deutschland Pflicht ist), aber schonend! Und außerdem ist sie nicht homogenisiert. Daher bildet sich eine wunderschöne Rahmschicht auf der Milch und geschmacklich ist sie ein echtes Highlight.

Praktisch auch: Die Milch wird nicht schlecht. Sie wird sauer und man hat prima Dickmilch. Gleiches gilt für die Sahne: sie wird zu Creme fraiche. Butter? Erste klasse, endlich mal wieder eine Butter, die in der Pfanne nicht spritzt, weil sie zu viel Wasser beinhaltet.

Fazit: Wer immer in Hannover oder Umgebung lebt, muss unbedingt freitags zum Bauernmarkt vor dem Bahnhof und dort bei Bauer Banse seine Milchwaren kaufen. Lecker, gesund, natürlich.

Wer mehr zu Bauer Banse erfahren möchte, kann sich hier informieren: www.bauerbanse.de.

Übrigens NEIN, ich werde für meinen positiven Beitrag nicht geschmiert, den schreibe ich aus tiefster Überzeugung. Weg mit den Industrieprodukten. Geht mal wieder auf den Bauernmarkt!